
KürzlichMoldsteells Wir erhielten eine Anfrage von einem Spritzgusswerk in Shenzhen, Guangdong. Der Kunde gab an, ein Spritzgusswerkzeug für PPS mit 55% Glasfaser herzustellen und S136 zu verwenden. Nach Beginn der Serienproduktion stellten sie fest, dass die Gratbildung in weniger als 5.000 Zyklen zugenommen hatte. Nach der Entnahme des Werkzeugs zur Inspektion entdeckten sie, dass der Anguss erodiert und vergrößert war. Der Kunde sagte, dass S136 nicht als schlechte Stahlsorte galt, es keine offensichtliche Fahrlässigkeit bei der Bearbeitung gegeben hatte und die Wärmebehandlung ebenfalls abgeschlossen war, sodass sie nicht verstehen konnten, warum das Werkzeug eine so schlechte Standzeit hatte.
Wir baten den Kunden, Fotos des Anschnittbereichs zu senden. Nach der Analyse stellten wir fest, dass S136 zwar als guter Stahl gilt, seine Verschleißfestigkeit für 55%-Glasfaser jedoch bei weitem nicht ausreicht. Glasfaser selbst besitzt eine hohe Härte und trifft beim Fließen wie ein abrasives Schleifmittel wiederholt auf den Anschnitt. Unter hoher Temperatur, hohem Druck und hoher Fließgeschwindigkeit schreitet der erosive Verschleiß noch schneller voran.
Nachdem wir dies erklärt hatten, verstand der Kunde das Problem sofort. Da der Kunde nur im Spritzguss tätig war und den Formenbau auslagerte, war er mit der optimalen Abstimmung zwischen Werkzeugwerkstoffen und Kunststoffrohstoffen nicht vertraut. Zu diesem Zeitpunkt hatte er vom Werkzeugmacher lediglich die Verwendung von S136 verlangt, weil er glaubte, dies sei der beste Stahl. Er hatte keineswegs damit gerechnet, dass Glasfaser eine so starke abrasive Wirkung entfaltet.
Daher, vor dem KaufFormenstahl in Zukunft ist es ratsam, sich zunächst ein grundlegendes Verständnis des für das spritzgegossene Teil verwendeten Materials anzueignen. Dies ist noch wichtiger bei der Herstellung von Werkzeugen für glasfaserverstärkte Kunststoffe. Für Kunststoffe, die mit Glasfaser gefüllt sind, ist TGX12 eine empfohlene Option. Es besitzt eine hohe Härte von HRC 58-61 und kann Glasfasererosion standhalten. Es bietet auch eine geringe Oberflächenreibung und ist weniger anfällig für Materialanhaftungen, was dazu beiträgt, die Angusserosion zu reduzieren. Gleichzeitig ist seine Zähigkeit ebenfalls ausreichend, sodass Kantenabsplitterungen selbst bei hoher Härte weniger wahrscheinlich sind, was es unter Hochdruck-Spritzguss stabiler macht. Natürlich gibt es auch andere geeignete Optionen. Eine sorgfältige Bewertung im Frühstadium vor der Werkzeugproduktion ist notwendig, um Lieferpläne nicht zu beeinträchtigen und Zeit und Kosten zu verschwenden, was sich nicht lohnen würde.


