Ein umfassender Leitfaden zu 1.2344 Formstahl: Eigenschaften, Bearbeitungshinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Ein umfassender Leitfaden zu 1.2344 Formstahl: Eigenschaften, Bearbeitungshinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Was ist 1.2344 Warmarbeitsstahl?

1.2344 Werkzeugstahlist ein Warmarbeitsstahl, der der deutschen DIN-Norm entspricht und den amerikanischen AISI H13 sowie den chinesischen 4Cr5MoSiV1 äquivalent ist. Er ist bekannt für seine ausgezeichnete Hochtemperaturfestigkeit, thermische Stabilität und Temperaturwechselbeständigkeit und wird häufig bei der Herstellung von hochwertigen Formen, wie z.B. für Aluminiumlegierungen, eingesetzt.Druckgussformenstahlund Warmstrangpressformen.

Haupteigenschaften des Formenstahls 1.2344

  • Hohe thermische Stabilität: Ausgezeichnete Härtebeständigkeit bei hohen Temperaturen, wie eine „hitzebeständige Rüstung“, widerstandsfähiger gegen Erweichung als gewöhnlicher H13.
  • Hervorragende Warmrissbeständigkeit: Schwer zu rissbilden unter wiederholten Kalt- und Warmwechseln, wie eine „unzerstörbare Feder“, mit längerer Lebensdauer.
  • Hohe Durchhärtbarkeit: Auch großformatige Formen können innen und außen vollständig durchgehärtet werden, mit geringerWärmebehandlungVerformung und stabile Kavitätspräzision.
  • Ausgewogene Zähigkeit und Verschleißfestigkeit: Sowohl schlagfest als auch verschleißfest, vergleichbar mit robusten Offroad-Reifen, geeignet für hochbeanspruchende Arbeitsbedingungen.
  • Leicht zu bearbeiten und zu polieren: Glatter Schnitt ohne Werkzeugbeschädigung, auf Hochglanz polierbar, geeignet für komplexe Kavitäten.
  • Ausgezeichnete Temperaturwechselbeständigkeit: Stabil bei plötzlichen Temperaturänderungen von Schmelzmetall, Wärmerisse bilden sich langsam.
  • Hohe Warmhärtebeständigkeit: Bleibt bei 500℃ hart, geeignet für Formen, die unter langfristigen Hochtemperaturbedingungen arbeiten.
  • Gute Dimensionsstabilität: Keine Verformung nach der Wärmebehandlung, geringe Nachbearbeitungszugabe, was Bearbeitungskosten spart.
  • Breite umfassende Anpassungsfähigkeit: Geeignet für Warmarbeits- und einige Kaltarbeitsanwendungen, ein vielseitiges Material mit hoher Rissbeständigkeit.
  • Hohe Schlagzähigkeit: Ausreichende Zähigkeit bei Raumtemperatur, bruchfester als herkömmlicher H13, langlebig.

Leistungsparametertabellen für 1.2344 Formenstahl

1. Chemische Zusammensetzung des Formenstahls 1.2344

ElementStandardbereich (Gew.-%)Typischer Gehalt (Gew.-%)Kernfunktion
C0.35 – 0.420.40Verbesserung der Härte und Verschleißfestigkeit
Si0.80 – 1.201.00Verbessert Festigkeit und Oxidationsbeständigkeit
Mn0.25 – 0.500.40Verbesserung der Härtbarkeit und Festigkeit
P≤ 0,0300.015Verunreinigung, auf niedrigem Niveau kontrolliert, um Sprödigkeit zu verhindern
S≤ 0,0200.010Verunreinigung, auf niedrigem Niveau kontrolliert, um Zähigkeit zu gewährleisten
Cr4.80 – 5.505.30Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und Hochtemperaturfestigkeit
Mo1.20 – 1.501.40Verbessert Warmfestigkeit und Härtbarkeit
V0.85 – 1.151.00Kornfeinung, Verbesserung der Verschleißfestigkeit und Warmfestigkeit

2. Physikalische Eigenschaften von 1.2344 Werkzeugstahl (Materialeigene Eigenschaften)

LeistungsindexWertebereichEinheitAnmerkungen
Dichte7.83 – 7.85kg/dm³ (g/cm³)Gemessen bei Raumtemperatur (20°C)
Elastizitätsmodul≈ 210GPaTypischer Wert bei Raumtemperatur (20°C)
Wärmeausdehnungskoeffizient10.8 – 11.510⁻⁶/KGemessen im Temperaturbereich: 20 – 200°C
Wärmeleitfähigkeit≈ 33W/(m·K)Typischer Wert bei Raumtemperatur (20°C)
Spezifische Wärmekapazität≈ 460J/(kg·K)Ungefährer Wert bei Raumtemperatur (20°C)
Spezifischer Widerstand0.23 – 0.28Ω·mm²/m (μΩ·m)Gemessen bei Raumtemperatur (20°C), variiert es je nach Wärmebehandlungszustand
Poissonzahl≈ 0,30Typischer Näherungswert des Stahls bei Raumtemperatur
MagnetismusMagnetischFerromagnetisch sowohl im geglühten als auch im gehärteten Zustand

3. Mechanische Eigenschaften von 1.2344 Werkzeugstahl (Verhalten unter Krafteinwirkung)

LeistungsindexWertebereichEinheitAnmerkungen
GlühhärteMax. 229HBWTypische Lieferhärte nach Weichglühen bei 830-870°C
Vergütungshärte58 – 64HRCTypische Arbeitshärte. Erfordert Ölhärtung bei 780-820°C und Anlassen bei niedriger Temperatur von 150-250°C
Zugfestigkeit (Rm)1900 – 2300MPaTypischer Wert bei Raumtemperatur, wenn die Härte etwa 60-62 HRC beträgt
Streckgrenze (Rp0.2)Ca. 1500 – 1800MPaSchätzwert bei Raumtemperatur bei einer Härte von ca. 60-62 HRC
Bruchdehnung (A5)Ca. 5 – 10%Vergüteter Zustand bei Raumtemperatur. Der Wert nimmt mit zunehmender Härte ab.
Brucheinschnürung (Z)Ca. 20 – 35%Vergüteter Zustand bei Raumtemperatur
Schlagzähigkeit (KU)Ca. 15 – 30JKerbschlagarbeit (Charpy V-Kerbe) bei Raumtemperatur, im vergüteten Zustand. Der Wert schwankt stark je nach spezifischem Wärmebehandlungsprozess
Elastizitätsmodul (E)Ca. 210000MPaTypischer Elastizitätsmodul von Stahl bei Raumtemperatur

Typische Anwendungen von 1.2344 Warmarbeitsstahl

AnwendungsbereichSpezifische VerwendungAnmerkungen
DruckgusswerkzeugeKavitäten, Kerne und Einsätze von Druckgussformen für Aluminium-/Magnesiumlegierungsteile im Automobilbereich (wie Motorzylinderköpfe, Zylinderblöcke und Getriebegehäuse)Ausgezeichnete Warmrissbeständigkeit, lange Werkzeuglebensdauer, geeignet für die Massenproduktion
DruckgusswerkzeugeDruckgussformen für Aluminiumlegierungsteile von Motorrädern und Kleingeräten (wie Naben, Motorzylinderblöcke und Fußpedale)Kann wiederholten Thermoschocks standhalten, löst das Problem der leichten Rissbildung bei gewöhnlichem Werkzeugstahl
DruckgusswerkzeugeDruckgussformen für Haushaltsgeräte, Elektronik und Hardwareteile (wie Griffe aus Zinklegierung, Kühlkörper, Spielzeug und Handy-/Laptopgehäuse)Geeignet für verschiedene Legierungen wie Aluminium, Magnesium, Zink, gute Verschleißfestigkeit, kann eine hohe Oberflächengüte (Spiegelglanz) erzielen
WarmstrangpressformenSchlüsselkomponenten wie Formkerne, Matrizenköpfe und Lochdorne von Warmstrangpressformen für Aluminiumprofile, Kupferwerkstoffe (Rohre, Stangen und Profile)Hohe Warmfestigkeit, Hitze- und Verschleißfestigkeit, hohe Verformungsbeständigkeit, geeignet für Arbeitsbedingungen mit hohen Temperaturen und hoher Belastung.
WarmstrangpressformenZusätzliche tragende Komponenten wie Formhülsen und Gesenkplatten von WarmstrangpressformenHohe Warmfestigkeit und Zähigkeit, kann enormen Extrusionskräften und thermischen Spannungen standhalten, geringe Riss- und Verformungsneigung.
WarmschmiedegesenkeGesenkhöhlungen, Ober-/Untergesenke von Warmgesenken für Automobil- und Schwermaschinenteile (wie Pleuelstangen, Kurbelwellen)Hohe Zähigkeit, Schlagfestigkeit und hohe Härte können durch Wärmebehandlung erreicht werden, geeignet für das Schmieden großer Tonnagen.
WarmschmiedegesenkeWarmstauch- und Warmschmiedegesenke für Normteile (wie Schrauben, Muttern) und kleine BeschlagteileKann wiederholten Schlagbelastungen und thermischen Zyklen standhalten, wodurch das Risiko von Abplatzungen reduziert wird
KunststoffformenKavitäten und Kerne von Spritzgießformen für Hochtemperatur-Konstruktionskunststoffe (wie glasfaserverstärktes PA66, PPS und PPSU)Gute thermische Stabilität, keine Verformung bei längerem Betrieb bei hohen Temperaturen (180-350℃).
KunststoffformenstahlHeißkanalsystemkomponenten (wie Düsen, Angussbuchsen und Heizhülsen) von KunststoffspritzgussformenBeständig gegen Erosion durch Hochtemperatur-Kunststoffschmelzen, gleichmäßige Wärmeleitung, gute Stabilität, lange Lebensdauer
Andere WarmarbeitswerkzeugeWarmscherwerkzeuge (Scherblätter) für Metallstangen, Profile und KnüppelGute Warmhärtebeständigkeit, Hitze- und Verschleißfestigkeit; die Lebensdauer wird im Vergleich zu gewöhnlichem Formenstahl erheblich verbessert.
Andere WarmarbeitswerkzeugeWarmbiegeformen für Metallrohre und -profile; Warmpress- und Warmbiegeformen für Hochtemperaturglas/-keramikKann Biegespannungen bei hohen Temperaturen standhalten, gleichmäßige Wärmeleitung und gute Wärmewechselbeständigkeit
Andere WarmarbeitswerkzeugeWarmwalzwerkzeuge für Metallteile (wie Wellen, Zahnräder)Kann eine stabile Maßhaltigkeit beibehalten, schwer verformbar unter hohen Temperaturen und hohem Druck
Nicht empfohlenes AnwendungsgebietSpezifische SituationEinsatzbedingungVorschlag für Alternativmaterial
Kaltarbeits- / Schlagformen bei niedriger TemperaturKaltstauchwerkzeuge, Kaltstanzwerkzeuge, die bei niedrigen Temperaturen leicht absplitternUmgebungstemperatur ≤-20℃, unterliegt Tieftemperatur-SchlagbelastungCr12MoV, A2, D2
Formen in korrosiver MedienumgebungFormen im Kontakt mit sauren Kunststoffadditiven, chlor-/fluorhaltigen Kunststoffen (PVC/PTFE), sauren Druckgusslegierungen oder Sole-KühlsystemenLangzeitkontakt mit sauren, chlor- oder fluorhaltigen korrosiven Medien420 Edelstahl, S136
Kaltarbeitsformen mit hoher VerschleißfestigkeitKaltstanzwerkzeuge, Kaltextrusionswerkzeuge, Präzisions-Kaltstanzwerkzeuge und Stempel für Folgeverbundwerkzeuge zum Stanzen von hochharten Stahlblechen (≥45 HRC)Kaltarbeitsbedingungen mit hohem Verschleiß und hoher Belastung, zum Stanzen harter MaterialienSKD11, DC53, Cr12-Serie, ASP23
Warmarbeitswerkzeuge in Umgebungen mit extrem hohen Temperaturen und OxidationGroße Warmgesenke aus legiertem Stahl, Warmgesenke, die lange Zeit in Hochtemperaturluft arbeitenArbeitstemperatur ≥950℃, Langzeitexposition in einer Hochtemperatur-OxidationsumgebungHD-Stahl oder anderer hochtemperatur- und oxidationsbeständiger Stahl
Hochsilizium-Aluminium-DruckgussformenFormen für den Druckguss von hochsiliziumhaltigen Aluminiumlegierungen (Siliziumgehalt ≥12%)Druckguss von hochsiliziumhaltigen Aluminiumlegierungen, führt leicht zu FormverklebungenH13-Warmarbeitsstahl
Hochgeschwindigkeits-/Hochfrequenz-KaltstanzformenHochgeschwindigkeits-Kaltstanzwerkzeuge mit einer Stanzrate von ≥500 Hüben pro Minute, kontinuierliche Hochgeschwindigkeits-Stanzwerkzeuge für AnschlussklemmenHochfrequente Wechselbelastung, HochgeschwindigkeitsbetriebASP23
Hochglanz-Präzisions-SpritzgussformenSpritzgussformen für optische Komponenten, Gehäuse von Haushaltsgeräten, die eine Oberflächenrauheit Ra ≤0,02μm erfordernErfordernis einer ultrahohen SpiegelglanzpoliturS136 und andere Spiegelstähle
Warmarbeitswerkzeuge unter ungeschmierter TrockenreibungWarmstrangpresswerkzeuge, Warmschmiedegesenke unter ungeschmierten BedingungenTrockenreibung unter Warmarbeitsbedingungen, ohne Schmiermittel1.2367
Kaltstauchwerkzeuge für hochfeste VerbindungselementeKaltstauchwerkzeuge zur Bearbeitung von hochfesten Schrauben der Güteklasse 10.9 und höherKaltstauchen von hochfesten Schrauben, die enormen Kaltstauchbelastungen ausgesetzt sindD2 Werkzeugstahl
Druckgussformen mit hohen Anforderungen an die WärmeleitfähigkeitSchnellkühlende Druckgussformen mit extremen Anforderungen an die AbkühlgeschwindigkeitErfordert extrem hohe Wärmeleitfähigkeit für eine schnelle AbkühlungKupferlegierung mit hoher Wärmeleitfähigkeit (wie Berylliumkupfer) oder spezieller Formenstahl mit hoher Wärmeleitfähigkeit
Kostengünstige/Einfache EinwegformenGroße Spritzgussformen für Kunststoff-Umlaufbehälter mit Grobbearbeitung, einfache EinwegformenKostengünstige Projekte, geringe Anforderungen an Lebensdauer und LeistungP20 und andere kostengünstige Formenstähle
BearbeitungsphaseAuswahlpriorität der BeschichtungWichtige WerkzeugparameterEmpfohlene Marken
Grobbearbeitung (geglühter/weicher bis mittelharter Zustand)TiAlN-Beschichtung > AlTiN-Beschichtung > TiSiN-BeschichtungSchnittgeschwindigkeit: 100-200 m/min (kann im weichen Zustand erhöht werden)
Vorschub: 0,1-0,3 mm pro Zahn
Schnitttiefe: 0,5-2 mm
Kantenpassivierung, Schlagfestigkeit
Zhuzhou Diamond (YM101, GM-Serie), Sandvik Coromant (GC4225), Kennametal (KCPK30), Mitsubishi
Vorschlichten (vergüteter/mittelharter Zustand)TiCN-Beschichtung > TiAlN-BeschichtungSchnittgeschwindigkeit: 120-180 m/min
Vorschub: 0,05-0,15 mm pro Zahn
Schnitttiefe: 0,2-0,5 mm
Ausgewogene Verschleißfestigkeit und Effizienz
Zhuzhou Diamond (YBG202, GC-Serie), Sandvik (GC4325), Kennametal (KCK20), Seco
Schlichten (gehärteter Zustand, HRC50+)PCBN/CBN-Werkzeuge (unbeschichtet) > KeramikwerkzeugeSchnittgeschwindigkeit: 80-180 m/min (höher für PCBN)
Vorschub: 0,05-0,1 mm pro Zahn
Schnitttiefe: 0,1-0,3 mm
Trockenbearbeitung oder Hochdruckkühlung
Kyocera (Keramik), Element Six (PCBN), Huarui (PCBN), Sandvik (CBN), Sumitomo (CBN)

Logik zur Auswahl der Bearbeitungsparameter für 1.2344 Formenstahl

CNC-BearbeitungParameter werden basierend auf den folgenden Kernabmessungen ausgewählt:

KernabmessungAuswahlprinzipPraktische Parameter (Szenarien und Wertebereiche)
Schnittgeschwindigkeit (Vc)• Einfluss der Materialhärte: Die Härte ist der primäre Bestimmungsfaktor. Für jede Erhöhung der Härte um 5 HRC sollte die Schnittgeschwindigkeit um 10%-15% reduziert werden. Eine höhere Geschwindigkeit kann für den geglühten Zustand (≤30 HRC) verwendet werden; die Geschwindigkeit muss für den gehärteten Zustand (≥45 HRC) erheblich reduziert werden, um Werkzeugausbrüche zu vermeiden.
• Einfluss des Werkzeugmaterials: Beschichtete Hartmetallwerkzeuge (wie TiAlN) ermöglichen höhere Schnittgeschwindigkeiten als unbeschichtete Werkzeuge; PCBN-Werkzeuge (polykristallines kubisches Bornitrid) sind für die hocheffiziente Bearbeitung von hochharten Materialien vorgesehen; HSS-Werkzeuge (Schnellarbeitsstahl) eignen sich nur für die kostengünstige Kleinserienbearbeitung von unbehandelten Materialien bei niedrigster Geschwindigkeit.
• Einfluss der Bearbeitungsphase: Die Schruppbearbeitung konzentriert sich auf Effizienz, verwenden Sie eine mittlere Drehzahl innerhalb des Belastungsbereichs von Werkzeugen und Werkzeugmaschinen; das Schlichten konzentriert sich auf Oberflächenqualität und Präzision, hier kann die Drehzahl entsprechend erhöht werden (innerhalb des zulässigen Härtebereichs).
Szenario 1: Konventionelles Fräsen im geglühten Zustand (≤30 HRC)
• Schruppbearbeitung: 100 – 150 m/min
• Schlichten: 150 – 200 m/min
Szenario 2: Kavitätenbearbeitung im vorvergüteten Zustand (38-42 HRC)
• Schruppbearbeitung: 80 – 120 m/min
• Schlichten: 80 – 120 m/min
Szenario 3: Hartfeinbearbeitung im gehärteten Zustand (48-52 HRC)
• Schlichten mit Hartmetallwerkzeugen: 80 – 120 m/min
• Schlichten mit PCBN-Werkzeugen: 180 – 250 m/min
Vorschubgeschwindigkeit (F) / Vorschub pro Zahn (fz)• Bearbeitungsphase und Oberflächenqualität: Verwenden Sie einen größeren Vorschub für die Schruppbearbeitung, um die Effizienz zu verbessern; verwenden Sie einen kleineren Vorschub für das Schlichten, um eine bessere Oberflächengüte zu erzielen.
• Werkzeugsteifigkeit & Schwingungsdämpfung: Bei Werkzeugen mit geringer Steifigkeit (z. B. Werkzeuge mit großen Längen-Durchmesser-Verhältnissen) oder ratternanfälligen Arbeitsbedingungen (z. B. dünnwandige Bauteile) sollte der Vorschub reduziert werden. Werkzeuge mit variablem Spiralwinkel können Rattern unterdrücken und ermöglichen einen relativ stabilen Vorschub.
• Materialeigenschaften: 1.2344 neigt zur Aufbauschneidenbildung, insbesondere beim Schlichten. Eine entsprechende Reduzierung des Vorschubs und der Einsatz effektiver Kühlung/Schmierung können dieses Problem verbessern.
Szenario 1: Schrupp- und Schlichtbearbeitung im geglühten Zustand (Hartmetall-Schaftfräser)
• Schruppbearbeitung (fz): 0,15 – 0,25 mm pro Zahn
• Schlichten (fz): 0,08 – 0,12 mm pro Zahn
Szenario 2: Hartfräsen im gehärteten Zustand (beschichtetes Hartmetallwerkzeug)
• Vorschlichten/Schlichten (fz): 0,05 – 0,10 mm pro Zahn
Szenario 3: Oberflächenbearbeitung von Freiformflächen (Kugelfräser)
• Zeilen-/Bahnabstand: 0,05 – 0,20 mm
Schnitttiefe (ap)• Kernziel des Bearbeitungsschritts: Die Schruppbearbeitung zielt auf eine hohe Materialabtragrate ab, wobei große Schnitttiefen (radial/axial) innerhalb des zulässigen Steifigkeitsbereichs von Werkzeugmaschinen und Werkzeugen verwendet werden; die Schlichtbearbeitung zielt auf Maß- und Formgenauigkeit ab und muss mit kleinen Schnitttiefen erfolgen.
• Materialhärte und Werkzeugfestigkeit: Je höher die Materialhärte, desto geringer sollte die einzelne Schnitttiefe sein, um die Schnittkraft und das Risiko von Werkzeugausbrüchen zu reduzieren. Die Schnitttiefe bei der Bearbeitung im gehärteten Zustand ist deutlich geringer als im geglühten Zustand.
• Werkzeugtyp: Schruppfräser (mehrzahnig) sind für die Schruppbearbeitung mit großer Schnitttiefe konzipiert; die Schnitttiefe beim Schlichten mit Kugelfräsern bezieht sich üblicherweise auf die Restmaterialhöhe oder den Zeilenabstand.
Szenario 1: Schruppbearbeitung im geglühten Zustand
• Axiale Schnitttiefe (ap): 2,0 – 4,0 mm (Schaftfräser) oder 5-8 mm (Schruppfräser)
Szenario 2: Schichtbearbeitung im vorvergüteten/gehärteten Zustand
• Axiale Schnitttiefe (ap) beim Schruppen: 0,5 – 2,0 mm
• Axiale Schnitttiefe (ap) beim Vorschlichten: 0,3 – 1,0 mm
• Axiale Schlicht-Schnitttiefe (ap): 0,1 – 0,3 mm
Spindeldrehzahl (S)• Berechnet, nicht unabhängig eingestellt: Die Spindeldrehzahl wird nach der Formel 【S = (Vc * 1000) / (π * D)】 aus der Schnittgeschwindigkeit (Vc) und dem verwendeten Werkzeugdurchmesser (D) berechnet.
• Inverser Einfluss des Werkzeugdurchmessers: Bei gleicher Schnittgeschwindigkeit gilt: Je kleiner der Werkzeugdurchmesser, desto höher die erforderliche Spindeldrehzahl. Bei der Programmierung muss die Drehzahl entsprechend dem aktuell verwendeten Werkzeugdurchmesser berechnet oder in Echtzeit angepasst werden.
• Leistungsgrenze der Werkzeugmaschine: Das Berechnungsergebnis darf die Nenn-Höchstdrehzahl der Werkzeugmaschine nicht überschreiten, insbesondere bei der Verwendung von Werkzeugen mit kleinem Durchmesser.
Anwendungsbeispiel: Drehzahl verschiedener Werkzeuge bei Vc=150 m/min
• Φ10 Schaftfräser: ≈ 4800 U/min
• Φ20 Schaftfräser: ≈ 2400 U/min
• R5 Kugelfräser: ≈ 4800 U/min (berechnet auf Basis eines effektiven Durchmessers von ca. 10 mm)
Hinweis: Der tatsächlich zu programmierende S-Wert muss gemäß der oben genannten Formel und dem Vc-Wert des spezifischen Szenarios präzise berechnet werden.
Kühlverfahren• Kern der Bearbeitung und Wärmeableitung: Hartbearbeitung und Hocheffizienzbearbeitung erzeugen enorme Hitze; das primäre Ziel der Kühlung ist es, die Temperatur zu senken, um thermische Verformungen des Werkstücks und thermischen Werkzeugverschleiß zu verhindern.
• Spanabfuhr und Schmierung: Bei Arbeitsbedingungen mit schwieriger Spanabfuhr, wie tiefen Kavitäten und Bohrungen, ist eine Hochdruckkühlung erforderlich, um Späne wegzuspülen; beim Schlichten trägt eine gute Schmierung dazu bei, die Oberflächengüte zu verbessern und Aufbauschneiden zu unterdrücken.
• Hierarchie der Methodenwahl: Hochdruck-Innenkühlung (>50 bar) > ausreichende Außenkühlung > Minimalmengenschmierung (MMS) > Trockenbearbeitung. Bei der Bearbeitung im gehärteten Zustand, in tiefen Kavitäten und bei hoher Effizienz muss eine Hochdruck-Innenkühlung eingesetzt werden.
Szenario 1: Konventionelle Bearbeitung im geglühten/vorvergüteten Zustand
• Schruppbearbeitung: Ausreichende externe Emulsionskühlung
• Schlichten: Schneidöl oder Emulsion
Szenario 2: Hartfräsen im gehärteten Zustand &Tieflochbohren
• Erste Wahl: Hochdruck-Innenkühlung (50-100 bar), Hochleistungs-Emulsion oder Spezialschneidöl
Szenario 3: Hochgeschwindigkeits-Feinbearbeitung & Umweltschutzanforderungen
• Optional: Minimalmengenschmierung (MMS)
Bearbeitungsstrategie• Werkzeugkraft und Standzeit: Gleichlauffräsen ist zu bevorzugen, da die Schnittkraft das Werkstück an den Arbeitstisch drückt, was einen stabileren Zerspanungsprozess, eine längere Standzeit und eine bessere Oberflächengüte der Bodenfläche ermöglicht.
• Effizienz und Stabilität: Die Schruppbearbeitung erfolgt schichtweise, um eine übermäßige einmalige Schnitttiefe zu vermeiden; die umlaufende Werkzeugbahn reduziert das Abheben des Werkzeugs und verbessert die Effizienz.
• Besondere Bearbeitungsbedingungen: Beim Tieflochbohren muss der Tieflochbohrzyklus (G83) zur Spanabfuhr verwendet werden; die Schlichtbearbeitung komplexer Freiformflächen erfolgt mittels einer umlaufenden äquidistanten oder parallelen Scanstrategie, um eine gleichmäßige Oberflächenqualität zu gewährleisten.
Szenario 1: Kavitäten- und Planfräsen
• Schruppbearbeitung: Gleichlauffräsen + schichtweises Fräsen
• Schlichten: Gleichlauffräsen + umlaufende oder einseitige Werkzeugbahn
Szenario 2: Freiformflächenbearbeitung
• Vorschlichten/Schlichten: Gleichlauffräsen + umlaufende Werkzeugbahn / spiralförmige Werkzeugbahn
Szenario 3: Bohren
• Durchgangsbohrung/Sackloch: G81/G82 Zyklus
• Tiefloch (Bohrtiefe >5D): G83 Tieflochbohrzyklus

Häufig gestellte Fragen zu 1.2344 Werkzeugstahl

F1: Wie lassen sich Härteverzug oder unzureichende Härte während der Wärmebehandlung vermeiden?

1.2344 enthält Cr (4.8-5.5%), Mo und V-Elemente, mit ausgezeichneter Härtbarkeit, aber extremer Temperaturempfindlichkeit:
— Härterisse: Meist verursacht durch Überschreiten der Härtetemperatur von 1050℃ oder zu schnelles Abkühlen (ähnlich dem direkten Werfen von glühendem Eisen in kaltes Wasser, was unweigerlich zu Rissen führt); Temperatur muss bei 1020-1040℃ kontrolliert werden, gestuftes Abschrecken anwenden (zuerst Ölkühlung, dann Luftkühlung), um innere Spannungen zu reduzieren;
— Unzureichende Härte: 90% wird durch unzureichende Anlassvorgänge verursacht, es müssen 3 Anlassvorgänge durchgeführt werden (jedes Mal auf Raumtemperatur abkühlen); die Anlasstemperatur richtet sich nach dem Anwendungsfall: 580-620℃ für Warmarbeitsformen, 520-560℃ für Spritzgussformen.

F2: Wie lässt sich eine leichte Verformung während der Bearbeitung kontrollieren?

1.2344 hat einen hohen Legierungselementgehalt; die nach der Grobbearbeitung angesammelte innere Spannung ist wie eine zusammengedrückte Feder, die beim Entspannen zurückfedert:
— Nach der Grobbearbeitung muss ein Spannungsarmglühen durchgeführt werden: Temperatur 2-3 Stunden bei 600-650℃ halten, im Ofen abkühlen lassen;
— Vor dem Drahtschneiden ein Tieftemperaturanlassen durchführen: Die Temperatur für 1-2 Stunden bei 180-200℃ halten;
— Ein schichtweises Schneidverfahren anwenden, die einzelne Schnittmenge reduzieren, um übermäßigen Spannungsaufbau zu vermeiden.

F3: Wie beugt man Thermoschockrissen unter wechselnden Kalt- und Warmarbeitsbedingungen vor?

1.2344 weist aufgrund von Cr und Mo eine bessere Warmrissbeständigkeit als H13 auf, aber wenn der Kalt-Warm-Temperaturunterschied 200 °C überschreitet, bricht es wie ein wiederholt gebogener Eisendraht:
— Zirkulierende Kühlwasserkanäle in wärmeempfindlichen Bereichen wie Anguss und Kernen installieren und die Temperaturdifferenz der Kavitätenoberfläche auf ≤150℃ regeln;
— Das Formwerkzeug vor Gebrauch auf 150-200℃ vorwärmen, um plötzliches Abkühlen und Erhitzen zu vermeiden;
— Die Formoberfläche regelmäßig nitrieren, um die thermische Ermüdungsbeständigkeit der Oberfläche zu verbessern.

F4: Wie geht man mit Lochfraß oder Karbidausbrüchen beim Polieren um?

1.2344 enthält V-Typ-Karbide (hohe Härte, aber hohe Sprödigkeit); zu schnelles Polieren führt zu Schlackenbildung, ähnlich dem harten Abkratzen von Wandputz:
— Den schrittweisen Prozess von „Grobschleifen → Feinschleifen → Polieren mit Diamantpaste“ strikt einhalten, kein Überspringen von Schritten erlaubt;
— Beim Polieren muss Kühlmittel verwendet werden, um eine Überhitzung der Werkstückoberfläche zu vermeiden, die zu Karbidausscheidungen führt;
— Wenn ein Spiegeleffekt gewünscht wird, kann zuerst elektropoliert oder chemisch poliert werden, anschließend manuell feinpolieren.

F5: Wie vermeidet man leichte Rissbildung nach dem Reparaturschweißen?

1.2344 enthält einen hohen Anteil an Cr-, Mo- und V-Elementen, weist eine schlechte Schweißbarkeit auf, ähnlich dem Verbinden harter Kunststoffe unterschiedlicher Materialien, und wird ohne Vorwärmen definitiv Risse bekommen:
— Das Formwerkzeug vor dem Reparaturschweißen auf 300-400℃ vorwärmen;
— Elektroden auswählen, die der Zusammensetzung von 1.2344 entsprechen (z. B. SKD61-Spezialelektroden);
— Unmittelbar nach dem Reparaturschweißen eine Anlassbehandlung durchführen: Die Temperatur für 1 Stunde bei 550-600℃ halten, um Schweißspannungen zu beseitigen; bei kleinen Flächenfehlern wird die Laserauftragsschweißung bevorzugt, da sie eine kleinere Wärmeeinflusszone aufweist.

F6: Wie geht man mit Lochkorrosion bei Kontakt mit korrosiven Medien um?

1.2344 ist ein mittellegierter Chromstahl (Cr-Gehalt 4,8-5,5%, etwa 5%); seine Korrosionsbeständigkeit ist wie bei einer Person ohne dicke Schutzkleidung, leicht angreifbar durch Säure oder korrosive Kunststoffe:
— Eine Hartverchromung oder PVD-Beschichtung (wie z.B. TiN, CrN) auf der Werkzeugoberfläche anbringen, um eine „Schutzschicht“ auf dem Werkzeug zu erzeugen;
— Das Formwerkzeug nach Gebrauch rechtzeitig reinigen, um korrosive Rückstände zu vermeiden;
— Bei extrem hohem Korrosionsrisiko sollte der Einsatz von hochchromlegiertem Formstahl (z. B. 1.2367) in Betracht gezogen werden.

1.2344 detaillierte Leistungsparameter PDF-Download

 

ArtikelDetails
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